Heute haben wir uns mit Andreas und Oksana in einem schönen Park mit einem See verabredet und da sie erst nachmittags Zeit hatten, wollten wir den Vormittag nutzen, um den Zoo zu erkunden, der nicht weit vom Park entfernt ist.
Schon in diesen wenigen Tagen, in denen wir hier sind, haben wir sehr viel Hilfsbereitschaft von den Leuten erfahren. Aber das was wir heute erlebt haben…..
Zum Zoo sind wir mit der Metro hin, sind an der Station ausgestiegen, und haben eigentlich gedacht, es wird schon ausgeschildert sein, aber dem war nicht so. Wie konnten wir auch nur so naiv sein:-) also standen wir etwas ahnungslos da..und überlegten in welche Richtung wir denn nun gehen sollten. Ein gaanz alter Mann kam auf uns zu und sagte uns irgendwas auf Chinesisch…wir verstanden natürlich nichts:-) Obwohl Alex meinte irgendwas was nach Zoo klingt, gehört zu haben:-) Der Mann machte Handbewegungen, die deuten ließen, dass er uns zeigen möchte wo es lang geht. Also sind wir ihm gefolgt. Durch Straßen, die ganz anders ausgesehen haben, als der Teil der Stadt, wo wir wohnen.




Habe leider nicht mehr geschafft, als nur ein Paar Schnappschüsse zu machen, komme bestimmt aber nochmal hierher.
Nachdem wir dem alten Mann so ca. 5 Minuten gefolgt sind, er drehte sich die ganze Zeit immer wieder um, um sich zu vergewissern, dass wir auch noch hinter ihm sind, blieb er auf einmal stehen, zeigte uns die Richtung, der wir folgen sollten und wohl zum Ziel kommen würden, verabschiedete sich, drehte um und ging wieder zurück. Erst dann ist uns klar geworden, dass er diesen Weg nur wegen uns gegangen ist..ein wild fremder Mann…wenn das nicht Hilfsbereitschaft ist.
Ziemlich schnell erblickten wir bereits den Zoo.
Da es aber bereits Mittagszeit war, entschieden wir uns noch eine Kleinigkeit zu essen, bevor wir reingehen. Also sind wir los, auf die Suche nach einem Lokal, in dem man sieht was man bestellt…d.h. wo das was man dort essen kann auch abgebildet ist:-). Ziemlich schnell sind wir auf eine Art Kantine gestoßen, man konnte direkt mit dem Finger zeigen was man möchte, bekam es sofort auf kleine Tellerchen serviert, stellte es aufs Tablett, ging zur Kasse, bezahlte und suchte sich ein Plätzchen zum Essen)) wir suchten uns einige Sachen aus, die wir probieren wollten, bei den meisten Sachen wussten wir nicht was wir da kaufen, aber sie sahen zumindest lecker aus. Das meiste schmeckte auch, bis auf den Tofu, den wir erst als Fleisch definiert haben. Naja, genauer gesagt schmeckte es mir und Alex, die Kinder haben nur Reis gegessen, alles andere entsprach nicht ganz deren Vorstellungen.
Nach dem Essen sind wir raus und gingen Richtung Zoo, nach ca. 400 m wurden wir von einer Bedienung eingeholt, sie hielt die Käppis der Kinder in der Hand, also wenn das nicht nett war….ich sage nur Hilfsbereitschaft:-)
Der Zoo war von der Fläche recht groß und es gab so ne Art Bimmelbahn-Autos, mit denen man von einer Station zur anderen fahren konnte, das verschwendet man nicht soviel Zeit mit dem Laufen:-)

Wie schon erwähnt, war der Zoo zwar von der Fläche riesig, aber wirklich spektakulär war der nicht, eher langweilig, viele Tiere waren zur Sommerpause in Ihren Heimatländern, so haben wir zumindest die Fahrer von den Autos verstanden. In einer Pinguinhalle waren ganze drei echte Pinguine anzutreffen, der Rest war aus Plastik….







Rafael:“Mama, guck mal, die beiden Affen spielen Huckepack“:-)
beim Bearbeiten habe ich bemerkt, dass die beiden Zuschauer bei Ihrem Spiel hatten)))

Dieser Affe war total süß, wie ein Kind. Als ich zum Käfig kam, war er mit „seinem Goldstück“ beschäftigt, als er mich sah, genierte er sich, versteckte es sofort, aber als er merkte, dass ich länger stehen bleiben werde, machte er weiter:-)

es ist so heiss, dass die Tiere Eis statt Wasser bekommen…

man sieht es leider nicht…aber als Ricki die Hand an die Scheibe hielt, hat der Affe seine Hand an ihre gelegt und dabei dieser Blick…….als ob sie sich ewig kannten
Das Einzige was für uns richtig interessant war, war einen Hippo in Echt zu sehen, die sind ja …….wirklich riesig.


Den Zoo hatten wir also schnell durch und sind mit dem Taxi zum See gefahren. Treffen dort Andreas, Oksana und Tim.

Machen einen Spaziergang, genießen die tolle Aussicht, soweit es möglich ist. Denn sobald wir stehen bleiben, versammeln sich sofort um den Kinderwagen Unmengen von Chinesen. Ich habe ja erwähnt, dass die Chinesen von europäischen Kindern begeistert sind, aber das was bei uns meistens mit „can i take a picture, please“ endet, endet bei Andreas und Oksana ganz anders, alle wollen den Kleinen streicheln und auf den Arm nehmen. Als ich das das erste Mal gesehen habe, war ich froh, dass unsere Kiddis doch schon groß sind:-)

diese Blumen hielt ich erst für Seerosen, die aber komischerweise sehr hoch über dem Wasser wuchsen..wie ich später rausgefunden habe (google-sei-dank:-) ist das Lotus, wo von die Chinesen wie die Wurzel so auch den Samen verzehren

Die Kinder sehen Boote auf dem See und wollen auch aufm Boot fahren, also gehen wir zum Häuschen, wo man diese mieten kann. Davor hängt ein Schild und es ist alles wunderbar erklärt, welche Boote man mieten kann und zu welchem Preis….nur eben auf Chinesisch:-)
Da wir wahrscheinlich so verzweifelt vor dieser Tafel aussahen, kam kaum eine Minute später ein junger Chinese auf uns zu und bat uns an, für uns ein Boot zu mieten. Wieder ein Fremder der uns hilft…ohne dass man ihn darum bittet…ich sage nur Hilfsbereitschaft.
Wir haben diese Hilfe natürlich dankend angenommen, so saßen wir einige Minuten später in einem Boot und genossen die Fahrt:-)




Am Horizont ist die längste erhaltene Stadtmauer der Welt zu sehen….die wir mit Sicherheiten auch mehrmals besichtigen werden




die beiden sammeln die Samenkapseln der Lotusblume…

selten..kommt aber doch vor, dass ich vor der Kamera auftauche:-)

das ist Tim…unser Rian-„Ersatz“ hier in China:-)

Ricarda und Rafael und das siebthöchste Gebäude der Welt…ist ja wohl nicht sooo groß, da die beiden nur einwenig kleiner sind:-)
Gegen Abend bekamen die Kinder Hunger und als Andreas erzählte, dass er irgendwo hier im Park ein Bild mit Pommes gesehen hat, wollten die Kinder natürlich nur noch eins…POMMES:-)
Und da die beiden des Öfteren sich mit nur Reis begnügen müssen, weil es nichts mehr gibt, was sie mögen, wollten wir ihnen diesen Wunsch auch erfüllen. Also machten wir uns auf die Suche nach diesem Restaurant..haben es auch ziemlich schnell entdeckt. Setzten uns im Garten hin und bestellten für mich und die Kids Wasser, für die anderen Bier…..und zwei Portionen Pommes. Da es keine Bilder gab auf der Menükarte, waren wir sehr gespannt darauf, was wir im Endeffekt bekommen. Die Getränke bekamen wir sehr schnell, Bier gab es in Flaschen und Wasser füllte sie jedem aus einem Krug ein und nahm ihn wieder mit. Da wir aber durstig waren, waren die Gläser schnell wieder leer, so kam sie zweimal zum Nachfüllen, beim zweiten Mal hat sie einfach den Krug stehen lassen:-) Das Wasser war in diesem Restaurant umsonst:-) Einige Zeit später kam sie dann mit den beiden Portionen Pommes. Sie brachte zwei Teller, wo drauf jeweils eine wirklich kleine Portion Pommes lag…und ….wir glaubten unseren Augen nicht…sie hatte 6 Gabeln:-) Als wir nur zwei Gabeln annahmen, hat sie sehr verwundert geguckt, sie hat wohl im Ernst angenommen, wir würden diese wenigen Pommes zu sechst essen:-)

der Eingang in den Park

nochmal das siebthöchste Gebäude der Welt…im Abendlicht

Als die Kinder fertig waren, haben wir ein Restaurant außerhalb gefunden, wo die Erwachsenen dann ihren Hunger stillen konnten:-) Etwas ist mir an diesem Abend das erste Mal aufgefallen, jedes Mal wenn jemand zu unserem Tisch kam, war es jemand anders, eine brachte die Karte, eine andere die Getränke, wieder eine andere das Essen, und Geld kassieren kam wieder jemand anders. Manchmal wussten wir gar nciht, arbeiten die hier oder sind das ebenfalls Gäste:-)