eine spontane „Hochzeitstag-Reise“:-) – Tag 3

Das Frühstück am Morgen unseres 10. Hochzeitstages war, wie das vom Vortag. Nur wurde die Größe unserer Kinder genauer kontrolliert. Wie schon bereits berichtet, spielt die Größe der Kinder  und nicht dessen Alter eine Rolle bei der Entscheidung, ob es noch ein „Kind“ ist oder nicht. In unserem Hotel waren die Kinder kleiner als 1,1 Meter definiert, so dass bereits unser 5-jähriger Rafael diese Grenze überschritt. Es kostete mir jede Menge Geduld, die Überredungskunst greift in diesem Fall nicht, da deren und mein Englisch nicht auf der Höhe sind, die Bediensteten davon zu überzeugen, dass es immer noch die gleichen Kinder vom Vortag seien und deren Größe sich unbedeutend verändern haben dürfte. Und ich wollte den vollen Preis heute allein aus Prinzip nicht akzeptieren, da gestern noch der Kinderpreis angeboten wurde. Nachdem Anruf beim Restaurant Manager war die Sache endlich „gegessen“.
Sorry, bin abgedriftet 🙂

 

Der Tag sollte, laut der Prognose richtig schön werden: sonnig und bis zu 20°C zum Mittag hin.

Heute wollten wir  unbedingt die zwei Quadratkilometer große Insel Gulang Yu, mit ihren 16000 Bewohnern besuchen. Bekannt ist die Insel in China auch unter dem Namen Klavierinsel, denn hier gibt es die größte Klavierdichte pro Kopf in ganz China. Hier gibt es auch das einzige Klaviermuseum von China.

Es gibt mehrere Parks und Sehenswürdigkeiten auf der Insel. Das Bemerkenswerte ist, dass hier  weder Autos noch Fahrräder fahren. Ein großer Teil der Gebäude auf der Insel ist heute noch im britischen Kolonialstil gehalten.
Die meisten Familien auf der Insel haben Blumen im Garten. Die ganze Insel soll laut Auskunft eines Ortsansässigen zu allen vier Jahreszeiten blühen. Kann sein, dass deswegen die Insel auch als Paradies in Südostchina bezeichnet wird.

Wir konnten die Insel aus dem Hotelfenster (18. Etage) bei jeder Tageszeit bereits genauestens beobachten. Für diese Zwecke lag ein Fernglas im Zimmer

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Wir wollten die Insel, wie die Vielzahl der chinesischen Tagesgäste mit der Fähre erreichen.

In der Warteschlange wurden wir  von einem jungen Pärchen beobachtet und etwas später fragte uns das Mädel, ob wir aus Russland seien, da wir manchmal auch unsere Muttersprache anwandten. Sie habe auch einige Jahre in Russland, Wladiwostok, studiert und könne etwas russisch.

 Folgend dem Ratschlag aus dem Internet, haben wir die Fähre mit einer Halbumrundung der Insel gebucht, so dass man an der gegenüberliegenden Seite der Insel ankam. Das hatte gleich zwei Vorteile. Erstens konnte man die Insel aus unterschiedlichen Seiten und dann auch noch vom Wasser betrachten. Und zweitens musste man die Insel später nur einmal überqueren um wieder an der Anlegestelle anzukommen, um auf dem geraden Wege aufs Festland zurückzukehren.

Die Umrundung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Man konnte die schicken Villas, die sich großzügig ausbreiteten, Strände und innenliegende Parks genauestens anschauen, da die unternehmerischen  Chinesen die Ferngläser auf dem Boot zum Ausleihen anboten. Ebenfalls vom Boot aus war die 15, 7 m hohe Statue von Zheng Chenggong, der auch unter den Namen Koxinga bekannt ist, zu sehen. Er war ein bekannter lokaler Krieger in Südchina , ein Admiral des letzten Kaisers der Ming Dynastie. 1661 stellte er eine Flotte von 7.000 Schiffen, mit ca. 300.000 Männern zusammen. Er konnte in einer erfolgreichen Schlacht, die angeblich ihren Ausgang am Sonnenscheinfelsen auf Gulang Yu hatte, die Holländer zurückdrängen. Später hat er die Provinz lange gegen die neue Dynastie der Qing verteidigt und gilt im Süden Chinas noch Heute als Volksheld. Dieses Denkmal ist die größte Statue für eine historische Person in China und ist gerade vom Wasser am besten einzusehen.

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Unser Ziel war der Sonnenscheinfelsen, der mit seinen 93 m Höhe der höchste Punkt von der Insel ist.

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Der Weg zum Hügel machte uns ganz schön hungrig. Auch die sehr leckeren, würzigen Spieße mit diversen Meeresfrüchten, die an fast jeder Ecke angeboten wurden, konnten nicht lange eine Abhilfe schaffen. Also steuerten wir ein Lokal an, das wir eben am Hügel entdeckt hatten an und ließen  uns diverse Meeresfrüchte schmecken.

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Der Weg zum Hügel machte uns ganz schön hungrig. Auch die sehr leckeren, würzigen Spieße mit diversen Meeresfrüchten, die an fast jeder Ecke angeboten wurden, konnten nicht lange eine Abhilfe schaffen. Also steuerten wir ein Lokal, was wir eben am Hügel entdeckt haben an und ließen  uns diverse Meeresfrüchte schmecken.

Nebenbei haben wir eine Art Zoo entdeckt, das in einem kleinem Innenhof hauste (keine 70m²) . Aufgrund der begrenzten Fläche waren die meisten Käfige so klein, dass manch eine Schildkröte oder Fisch nicht mal den Platz zum Wenden hatte. Es sind auch paar seltene Exemplare dabei gewesen: ein ausgestopfter Fuchs mit zwei Köpfen, eine riesige  Schlange, eine paar missgebildete Tierföten in Gläsern mit Flüssigkeit, so wie in der Kunstkammer in Sankt-Petersburg.

Leider sind uns die meisten Fotos abhanden gekommen, so dass ich jetzt viel erzählen kann, es bleibt euch nichts übrig,  als mir zu glauben 🙂

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Aber so hatten auch die Kinder ihren Spaß und waren motiviert die Bergbesteigung zu starten. Die im Internet angepriesene Seilbahn haben wir nicht entdeckt, so dass uns nur der Weg die Treppen hoch, übrig blieb.

Die Anstrengung hat sich ausbezahlt. Während unsere Frauen die letzten Paar Treppen sich gespart haben, haben die Männer die Höhe bestiegen. Von der Plattform des Felsens hatten wir einen phantastischen Rundblick über die alten Kolonialvillen der Insel und des gesamten Hafens von Xiamen.

Der Abstieg fiel uns viel leichter. Auf dem Weg zur Anlegestelle schlenderten wir durch die kleinen aber sehr gemütlichen Straßen, die überfüllt von den Touristen waren aber ein tolles Urlaubsfeeling verbreiteten. Hier  trafen wir auch viele Hochzeitspaare.

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Die Aussicht aus unserem Hotel…zur anderen Seite.

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