der erste Urlaub – Tag 1

Da die Kinder eine Woche Ferien haben und Alex, besser gesagt, ganz China, eine Woche Urlaub hat, wollten wir die Zeit nicht zu Hause verbringen:-) Wir wurden zwar gewarnt, dass höchstwahrscheinlich auch ganz China unterwegs sein wird, aber wir haben uns nicht abschrecken lassen und haben unseren ersten Urlaub gebucht:-)
Die Reise soll nach Guilin und Umgebung gehen. Guilin ist von uns ca. 1600 km entfernt. Was mich hier besonders gereizt hat war die wunderschöne Natur und natürlich „meine“ Reisterrassen:-) Seitdem ich  letztes Jahr das erste Mal im Internet darauf gestoßen bin, war es mein Traum, diese zu besichtigen. Es gibt in China zwei Orte, wo diese Reisterrassen aufgebaut sind, ein Ort davon liegt in der Nähe von Guilin, also musste ich natürlich die Besichtigung der Terrassen mit in unsere Reiseplanung aufnehmen:-)

Gestern gegen 23 Uhr sind wir mit Verspätung am Guiliner Flughafen angekommen, wurden von unserer Reisbegleitung Ning, einem jungen chinesischen Mädel, abgeholt und ins Hotel gebracht.

Sicht aus unserem Hotel Nr. 1:-)

Heute ging es nach Longsheng, zum Dorf Ping’an.
Longsheng ist eine kleine Ortschaft in Südchina, sie ist bekannt durch ihre Reisterrassen. Reisfelder, soweit das Auge reicht, bis in eine Höhe von 880 Metern. Wie dichtgewebte Teppiche überziehen sie die Berghänge um das Dorf Ping’an im Südosten von Longsheng. Steil ragen die Stufen zum Himmel. Vor mehr als 700 Jahren wurden hier die ersten Felder angelegt. Im Volksmund heißt das landwirtschaftliche Wunder „Terrassen des Drachenknochens“.
(Quelle: http://www.chinareisedienst.de)

Die Autofahrt von Guilin dauerte ca. 1,5 Stunden. Hier einige Bilder direkt aus dem Auto:-)

Es ist eine Kunst bei diesen Straßen einigermaßen scharfe Bilder zu bekommen, bin denk ich eine gute Künstlerin:-)

Hier in dieser Gegend wachsen sehr viele Pomelos und werden direkt an der Straße verkauft, ich liebe diese Früchte:-)

heute hat meine Mama Geburtstag, sie liebt diese Früchte ebenfalls:-)                       das Bild ist für dich! Happy Birthday, Mama!

 

Die letzte Strecke geht, entlang einer atemberaubenden Bergstraße, eine fast senkrechte Wand hinauf, bis zum Parkplatz unterhalb des Dorfes Ping’an. Ab da geht es nur noch zu Fuß weiter, 20-30 Minuten bergauf.

Aus dem Auto ausgestiegen, kamen auf uns sofort einige alte Frauen zu und baten uns an, unseren Koffer in ihren Körben den Berg hoch zu tragen. Erst lehnten wir es ab. Alex als Mann hatte ein Problem damit, so eine alte Dame so einen schweren Koffer schleppen zu lassen. Aber da wir uns nicht sicher waren ob die Kinder es bis nach oben schaffen, vor allem Rafael, haben wir dann doch zugestimmt. Die Frau wollte ca. 8 €  für Hoch-und Runtertragen haben. Wir sagten, wir bezahlen den Preis, aber wir tragen den Koffer selber runter, sie bestand aber darauf, dass Ning sich ihre Nummer notiert und sie morgen dann anruft. Morgens stand sie dann ohne Anruf am Hotel und wartete auf uns und konnte nicht verstehen, dass wir den Koffer selber tragen würden, wir hätten ja bezahlt. Als Ning ihr übersetzt hat, dass wir kein Geld zurück haben wollen, war sie überglücklich……und ging mit leerem Korb wieder den Berg runter, um weiter Ihr Geld zu verdienen.

Für uns ging es hinauf…..

links im Vordergrund: geräucherte Fledermaus, eine Delikatesse hier oben,
auch wenn ich nichts sehen konnte, was daran noch essbar war
rechts: eine Regenjacke der hier wohnenden Bauern

Hörner von Wasserbüffeln werden zu allen möglichen Haushaltshelfern und Dekoartikeln verarbeitet

Anfangs ist es noch eine befahrbare Straße, aber nach kurzer Zeit geht es nur noch Treppen hoch. Ab da muss ALLES von Mensch und Tier nach oben transportiert werden.

die Frauen bieten das Tragen der Koffer an
die Männer, das Tragen von Menschen
wenn man direkt am Eingang ablehnt, laufen sie dann, vorallem größeren Gruppen „leer“ hinterher..in der Hoffnung, dass die Leute müde werden und doch getragen werden wollen

den Weg hinauf trifft man immer wieder Frauen, die selbstgemachten Schmuck, Stickereien und andere Souveniers verkaufen

 Die ersten Terrassen werden sichtbar…..

die Häuser des Dorfes sind abenteuerlich in den Steilhang gebaut

rechts oben: getrocknete Bambussprossen

 

Reis….wir essen es so oft, aber irgendwie haben wir uns nie Gedanken darüber gemacht, wie es wächst und wie die Pflanze überhaupt aussieht

Chili

eine scharfe Mischung:-)

Mais

Nach zwei Drittel der Strecke ist eine Pause fällig, da es Mittagszeit ist, eine Mittagspause:-) Eine Spezialität hier oben ist Reis, der in einem Bambusrohr auf offenem Feuer gegart wird, der Reis bekommt dadurch ein besonderes Aroma, find ich.
Sehr sehr sehr lecker:-)

wie immer (bis jetzt zumindest) alles super lecker
links oben: ganz oft werden Erdnüsse den Speisen beigegeben, einfach lecker
rechst unten: Eieromlette mit Tomaten, das erstes Gericht, das eine junge Chinesin lernt zu kochen:-)

Reis gegart im Bambusrohr 

gestärkt ging es dann weiter hoch……

Im Hotel angekommen, haben wir uns für zwei Stunden später verabredet, um zu den Terassen hoch zu gehen. Aber erstmal war eine Pause fällig:-)

Sicht aus unserem Hotel Nr. 2:-)

Nach der Pause ging es dann weiter…nach oben:-)

In diesem Dorf und in den umliegenden Dörfern leben verschiedene chinesische Minderheiten. Die Frauen dieser Minderheiten, sind stolz auf ihren feinen und farbenfrohen Schmuck, vom bunten Kopfschmuck bis zu bestickten Schuhen.

Charakteristisch für die Frauen dieser Minderheiten, sind die besonders langen Haare. Die Frauen hier haben die Tradition, ihre Haare nicht zu schneiden. Sie glauben, dass lange Haare Glück und Reichtum bringen. Die Durchschnittslänge der Haare liegt bei 1,7 Metern. Die Fotos sind nicht von mir, ich wollte euch nur zeigen, damit ihr eine Vorstellung davon habt:-)
(Quelle: http://german.china.org.cn)

Es gibt hier einige Aussichtspunkte …die Wege zwischen den Punkten sind ganz gut ausgeschildert, sodass man ganz gut klarkommen würde, wenn keine Reisebegleitung dabei ist. Zwischen den Aussichtspunkten liegen 15-30 Minuten Fußmarsch.

Und ab jetzt seht ihr gaaaanz viele Fotos von diesen Reisterassen….:-)
ich bin so fasziniert von diesen Anblicken, so dass ich die Auswahl der Bilder nicht enger halten konnte:-)

 

hier sieht man z.B. den nächsten Aussichtspunkt:-)

es ist schon erstaunlich, was die Menschen hier leisten
wenn man sich vorstellt, das hier ganze Dörfer entstanden sind
obwohl man nur zu Fuß hier hoch kommen kann
ALLES wird von Menschen und Pferden, auf diesen schmalen Wegen nach oben transportiert

rechts oben: meine drei Lieben und Ning, unsere Reisebegleiterin

Flaschenkürbisse

Zu Hause beim Bearbeiten habe ich gemerkt, dass ich von dem nächsten Motiv ca. 15 gleiche/ähnliche Bilder habe. Nun saß  ich und überlegte, wieso ich soviele Fotos gemacht habe, weil das Motiv nicht wirklich etwas besonderes darstellt, im Vergleich zu den anderen. Bis ich irgendwann gesehen habe, dass Alex auf dem Bild ist:-D

findet ihr ihn auch?:-)

Unterwegs trifft man hin und wieder Hütten, wo die Frauen ihre handgemachten  Souveniers verkaufen. An so einer Hütte haben wir eine kleine Pause gemacht. Die Frau war sehr nett und  sehr gesprächig, zum Glück hatten wir jemanden unter uns, der das auch verstanden hat:-) Sie zeigte uns ihrer ganzen Waren, wir kauften zwar nichts, haben ihr aber weil sie so nett war 10 RMB (ca. 1,20 €) geschenkt. Sie hat sich soooo draüber gefreut, holte zwei Gurken, schälte sie, schnitt sie in Scheiben und bat uns an. Die Frau wohnt im  Dorf “ nebenan“ und läuft jeden Tag 2 Stunden zu Fuß zur Arbeit (in diese Hütte) und abends wieder 2 Stunden zurück. Die Hütte gehört ihr nicht,  sondern sie mietet sie für umgerechnet 350 Euro im Jahr, was ganz schön viel ist , wenn man sich die Preise für die Souveniers anguckt. Es gibt Tage, wie auch der heutige, da macht sie gar kein Umsatz.  

Reis

die Vier suchen in der Ferne unser Hotel:-)

Eine Frau auf dem Weg ins nächste 2-Stunden-entfernte Dorf

Da der Abend naht, machen wir uns langsam auf den Weg nach unten, zum Hotel.

links unten: Schlangenschnaps
Reiswein mit einer Schlange darin, meist werden Giftschlagen dafür genommen
der Schlangenschnaps soll heilwirkend gegen jede Krankheit sein
wir haben es nicht probiert:-)

Ein anstrengender, aber ein wunderschöner Tag geht zu Ende.

 

und so guckt man chinesische Zeichentrickfilme:-)

 

Nach dem Abendessen und ein Paar Minuten „Chinesich-Fernsehen“ waren wir im Bett:-)

 

P.S.:Also bis jetzt haben wir von den Massen, vor denen wir gewarnt wurden, nicht viel gesehen. Wahrscheinlich sind sie in anderen Teilen Chinas unterwegs:-)

 

 

 

 

 

 

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