Spring Festival – Frühlingsfest

Heute waren wir von Nicole und Martin zum „Frühlingsfest“ in ihrem Compound eingeladen. Dazu muss man sagen, dass unter dem  chinesischen Frühlingsfest eigentlich das chin. Neuejahrsfest gemeint ist.
Wie ihr wahrscheinlich wisst, verwenden die Chinesen einen Lunisolarkalender (Mondkalender). Das chin. Neujahr liegt demnach immer zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar.  Das Neujahrsfest umfasst drei gesetzliche Feiertage, traditionell sind es jedoch fünfzehn Tage.  Am siebten Tag ist „jedermanns Geburtstag“, an dem man ein Jahr älter wird. Denn in China wird nicht die wirklich gelebte Zeit gezählt, also wie viel Jahre eine Person bereits gelebt hat, sondern man zählt, in wie vielen Jahren eine Person gelebt hat.
Jeder Chinese ist bei der Geburt also bereits ein Jahr. Und wenn jemand z.B. im Dezember geboren ist, dann wäre er im März bereits 2 Jahre alt und nicht drei Monate, nach unserer Rechnung. Der Abschluss des Frühlingsfestes wird am 15. Tag des neuen Jahres mit dem Laternenfest begangen.

Wie auch bei uns wird die meiste Zeit mit der Familie verbracht, alle die weiter weg von der Familie wohnen, besuchen diese, deshalb ist es schwierig für diesen Zeitraum Tickets jeglicher Art zu bekommen…..ganz China ist unterwegs:-)

Eine alte Legende besagt, dass ein menschenfressendes Monster jährlich aus den Bergen kam, um seinen Hunger nach dem Tiefschlaf zu stillen. Um sich vor dem „Jahresmonster“ zu schützen, machten die Menschen Lärm und Feuer und färbten alles rot, da das Monster angeblich sensibel auf die Farbe Rot und Lärm reagieren würde. Die Vertreibung des Monsters wird „Guònián“ genannt, Gehen des „ Jahresmonsters“ , womit das Gehen des alten Jahres gemeint ist, also das Neujahrsfest. Deshalb wird jedes Jahr überall alles mit roten Laternen geschmückt und die ganzen 15 Tage „geballert“ was das Zeug hält.
Noch kennen wir das nur von den Erzählungen, aber bald dürfen wir es live mit erleben:-)

Als Eröffnung gab es einen kleinen Löwentanz…..
Die Legende vom Löwentanz (eigentlich Drachentanz) beruft sich auf den damaligen Kaiser der Qing-Dynastie, Qianlong. Eines Nachts hatte dieser einen merkwürdigen Traum. Er träumte von einem mythischen Wesen, aus dessen Kopfmitte ein Horn ragte und das ihm gegenüberstand. Der Kaiser fühlte sich beängstigt, die Kreatur jedoch schaute ihn lediglich an und war mit einem Funkeln in den Augen wieder verschwunden. Der Kaiser ließ sofort am nächsten Morgen seine Gelehrten rufen und den Traum deuten. Seine Untergebenen kamen schließlich zu der Lösung, dass es sich bei dem Wesen um einen Löwen handeln könne und dass dieser dem Kaiser zu verstehen geben wollte, dass er dem Kaiser rangmäßig gleich gestellt sei. Fortan nannte der Kaiser diesen Löwen Ruishi (Glückslöwe0). Einige Zeit später schufen die Bewohner einen Löwen. Um diesen Löwen nun mit Leben zu erfüllen, experimentierten verschiedene Kampfkunstvertreter mit verschiedenen Choreografien von Tanzschritten um diese Aufgabe zu erfüllen. So entstand nach einiger Zeit eine eigenständige Form des Tanzes, die noch heute als „Löwentanz“ bekannt ist.

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Es gab einige Leckereien und viele Attraktionen für Kinder und einige auch für Erwachsene:-) Die Erwachsenen konnten mit den Meisterköchen die chin. Jiaozi (eine Art Maultaschen, Pelmeni) machen

 Zum Schluss gab es einen Laternenumzug und als es dunkel wurde durfte natürlich ein Feuerwerk  auch nicht fehlen:-)

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die Jungs warten ungeduldig auf den Umzug:-)

 

Quelle: Wikipedia:-)

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