Alex allein in Südchina – Shunde – die 1te

So, mein erster Urlaub als Strohwitwer beginnt. Genug gefroren in Changchun, jetzt soll es in Richtung Süden gehen, also habe ich  mich bei meinem neuen Freund Eduard hier in China eingeladen. Da wir in Deutschland ganze 30 km auseinander wohnen, musste ich hier die 1500 Kilometer fliegen um die persönliche Bekanntschaft zu machen und anschließend eine Freundschaft zu schließen.

Bin morgens aufgewacht und habe festgestellt, dass es nachts in Nanjing geschneit hat. Aber was soll mich das stören, es soll ja schließlich in den Süden gehen.

Vor der Abreise noch schnell Fotos gemacht und an meine liebsten nach Deutschland geschickt, um zu zeigen was sie verpassen:-) Die Kids haben sich nämlich so auf den Schnee in Deutschland gefreut, der aber bei Ihrer Ankunft leider nicht mehr da war.

Die Fahrt zum Flughafen war nicht so spektakulär wie ich es befürchtet habe, relativ schnell ein Taxi bekommen. Ist an sich keine Selbstverständlichkeit, wenn es regnet oder halt schneit, der Fahrer war vernünftig und nachdem ich signalisiert habe, dass ich mehr Zeit habe als Lust im Graben zu landen, fuhr er im mich gemäßigten Tempo zum Flughafen. Wollte dafür 10 RMB mehr abzwacken, wahrscheinlich für den Luxus, dass ich heile angekommen bin, aber nach einigem hin und her, hat er mir doch das passende Rückgeld ausgehändigt.  Damit war die größte Hürde geschafft. Ich durfte zeitig in den Flieger, das machte Hoffnung, weil wir hier schon einige Verspätungen erlebt haben. Aber anstatt pünktlich abzuheben, gab es erst mal Mittagessen….. Ok, dachte ich mir, ein sehr netter Service, aber im Flieger wollte ich doch vorrangig was anderes.  Ich bin mir nicht sicher, ob es besser für mich wäre, die Durchsagen des Personals zu verstehen oder nicht. Auf jeden Fall vertrieb ich mir die nächsten zwei Stunden, mehr oder weniger gemütlich eingeengt im Flieger, beim kurzweiligen Buch.

Demnach bin ich nicht, wie geplant zum Abendessen in Shunde bei Eduard angekommen, sondern erst gegen 9 Uhr abends, um direkt in der Karaoke-Bar zu landen, wohin Eduard nach dem Abendessen  mit seinen Arbeitskollegen bereits gegangen ist. Ihr müsstet die Gesichter der Angestellten sehen, als ich da mit meinem Koffer in die Bar reinkam.  Man versteht zum Glück kein Chinesisch:-)

 Wie erwartet waren alle Kollegen sehr nett und nach ein Paar Bierchen wurden auch alle Sprachbarrieren gebrochen.

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