Alex immer noch allein zu Haus:-)
Die kommende Weihnachtswoche sollte ähnlich spannend werden. Der Heiligabend wurde zum unvergesslichen Event. Ich durfte über Skype die Familienfeier auf mehr als 8000 km Entfernung in Deutschland, samt der Bescherung meiner Kinder miterleben. Der feierliche Tisch und die überglücklichen Kindergesichter haben meine Einsamkeit deutlich gemildert.
Parallel durfte ich bereits den Koffer packen, da es schon am ersten Weihnachtstag beruflich nach Changchun gehen sollte. Changchun ist eine chinesische Autostadt, die knapp 2 Fliegerstunden von Nanjing entfernt liegt. Sie zählt zwar über 7 Mio. Einwohner ist aber in ihrer rund 200-jährigen Geschichte nicht so bekannt geworden. Erst nachdem die Japaner in den 30er Jahren Changchun zur Hauptstadt ihres Marionettenstaates Manchukuo erklärt hatten, gewann diese an Bedeutung. Heute sind dort mehr als 10.000 Menschen für den Autoriesen aus Wolfsburg tätig, und dass ohne die Zulieferfirmen gezählt zu haben. Aufgrund ihrer nordöstlichen Lage wird es im Winter recht früh dunkel und dabei sehr kalt. Temperaturen bis -40 sind keine Seltenheit, deswegen haben mich meine Nanjinger-Kollegen als mutig eingestuft in den „leichten“ Kleidung in Changchung anzureisen. Sicherheitshalber habe ich mich über die Lage der in Hotelnähe liegenden Supermärkte informiert, um bei Bedarf mich da einzudecken.
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