Alex allein in Südchina – Guangzhou
Eddi hat mein Kommentar über meine ganz persönliche „Vorliebe“ für KFC zu Herzen genommen und so genossen wir das Frühstück bei der Konkurrenz (Mc Doof)
Genau nach Plan ging es nach der schnellen Verstärkung zum Busbahnhof. Die Tickets zu erwerben war die kleinste Herausforderung. Schwieriger wurde es sich in dem Wirrwarr der chinesischen Anzeigetafeln, ohne englischer Begleitschrift, wie an den Bahnhöfen, zurechtzufinden. In diesen Momenten weiß man die chinesische Hilfsbereitschaft wahrlich zu schätzen. Nach der einstündigen Fahrt im recht komfortablen Bus kamen wir in Guangzhou an. Als erstes auf unserem Plan war die Shamian Insel, die früher viele internationale Botschaften beheimatete und heute noch den kolonialen Stil des 19ten Jahrhundert birgt.



Es ist immer noch ein populäres Ziel für Touristen und die Einheimischen, die sich nach etwas Ruhe sehnen. 


Auch an diesem sonnigen Tag trafen wir sehr viele Fotografen (nicht nur echte)

Angekommen am Festland, blickten wir von der Brücke, auf die sich am Fluss ausgebreitete Stadt.



Weiter ging es zu Fuß unter lang ersehnten Sonnenstrahlen, teilweise durch überfüllten Strassen zum nächsten Ziel. Wir gönnten uns ein Zwischeneis und haben es sogar geschafft, uns kurzzeitig in der Menge aus den Augen zu verlieren. 



Aber letztendlich eröffnete sich unseren Augen ein sehr ungewöhnlicher Anblick einer katholischen Kathedrale (Shi-Shi). Diese Kathedrale ist die größte in Südchina und die älteste in der Stadt, jedoch immer noch im aktiven Betrieb. Hier konnte man sogar Chinesen erblicken, die die Bibel in ihrer Landessprache lasen.


Da wir in China sind, galt unsere nächste Anlaufstelle der chinesischen Geschichte. Wir gingen zum Liurong Tempel, der bereits im 6ten Jahrhundert erwähnt wurde. Hier hatten wir die Möglichkeit eine buddhistische Zeremonie zu beobachten. (entschuldigt meine religiöse Unwissenheit, ich habe keine Ahnung ob es als Gottesdienst bezeichnet werden darf)





Von klein auf lernen die Chinesen in den Tempeln für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen

Nachdem wir die Geschichte von Guangzhou uns angetan haben, wollten wir uns von der Moderne beeindrucken lassen. Der „Canton Tower“ mit 450 Metern am Hauptteil und 150m Spitze behält sich das Recht, der höchste Fernsehturm der Welt zu sein.


Auch der sehr stolze Eintrittspreis von knapp 20 € lies uns nicht abschrecken, die Stadt aus der Höhe von 428m, aus dem 107ten Stockwerk zu erblicken. Schade nur, dass ich nicht Irina’s Kamera dabei hatte…..(Irina: aber mit Irina’s Photoshop war auch aus diesen Fotos, einiges raus zu holen:-) )





Müde aber zufrieden, fuhren wir zum Busbahnhof und sind, nach einer Kräftigung an den Straßen-Imbissen für traumhafte 2€, abgereist. Auch diesmal wussten wir die Hilfsbereitschaft der Chinesen zu schätzen. Die Aussagen zur Verspätung des Busses kamen nur in der Landessprache, keine Anzeigetafeln an denen man sich die Infos zusammenreimen konnte, alles Fehlanzeige. Also haben wir uns schnell umgefragt und einen jungen Mann ausfindig gemacht, der das gleiche Reiseziel hatte, wie wir. Uns blieb es nur ihm zu folgen.
Zu Hause haben wir schnell unseren feierlichen Tisch gedeckt. Mit allem, was wir im Kühlschrank gefunden und zuvor vorsorglich im japanischen Restaurant unten besorgt hatten.


Pünktlich waren wir bereit dem neuen Jahr entgegen zu treten. Unsere Frauen, bzw. Familien haben uns per Skype begleitet und unsere Männerfeier geschmückt. Wir haben uns tapfer geschlagen und nur knapp das deutsche Neue Jahr verpasst. Ein schöner Tag ging wiederum zu Ende. Was mich überrascht hat, das wir kein einziges Feuerwerk zu sehen und zu hören bekamen. Eingestellt habe ich mich auf eine Kanonade, aber die blieb aus und wir konnten die ruhige Nacht genießen.
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